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BG Karlsruhe: Abschluss ohne “Krönung”

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Foto: Anna Simmgen

Karlsruhe (cob). Am vergangenen Sonntag war es nach fünf hart umkämpften Spielen klar: Die BG Karlsruhe wird nicht in die erste Basketball Bundesliga (Beko BBL) aufsteigen. Im entscheidenden Auswärtsspiel unterbrach Mitkonkurrent SC Rasta Vechta die Serie der Heimniederlagen und löste mit seinem Sieg das Ticket in die BBL. Für die BG gilt es jetzt, sich für die kommende Saison 2013/2014 zu rüsten: Welche Spieler werden bleiben, welche kommen? Was werden die Herausforderungen sein, wie steht es finanziell um die BG und wird Torsten Daume Cheftrainer bleiben?

Es war ein harter Kampf um den Aufstieg und Finaleinzug, den die BG schlussendlich verloren hat: Nach einem vergebenen Matchball in der Europahalle, konnte der SC Rasta Vechta die „Best of Five“-Serie am 28. April mit 3:2 für sich entscheiden. Als „Schusswechsel mit offenem Visier“ bezeichnete BG-Cheftrainer Torsten Daume die Spielbegegnungen zwischen der BG Karlsruhe und Rasta Vechta. Für Rasta-Headcoach Pat Elzie waren die fünf Spiele im Play-off-Halbfinale eine „ganz besondere Serie“, die er in seiner 35-jährigen Basketballkarriere noch nicht erlebt hatte. Das Fazit der BG selbst lautet: Es war eine „großartige Saison“ – nur eben ohne „Krönung”.

Aufstieg durch die Hintertür?

Als letzte Aufstiegschance in die BBL bliebe der BG der Erwerb einer sogenannten Wildcard. Gegen eine Gebühr von 250 000 Euro und der Erfüllung vorgegebener Standards können Basketballteams durch die Hintertür „erstklassig“ werden. Doch das Wildcardverfahren steht weder für Trainer Torsten Daume noch für Geschäftsführer Matthias Dischler zur Debatte: „Ich war immer Gegner der Wildcard. Wir wollen uns sportlich qualifizieren und nicht am Reißbrett aufsteigen“, so Dischler.

Auf die Frage, woran der Aufstieg letzten Endes gescheitert ist, hat Matthias Dischler eine klare Antwort: „Zum einen aufgrund des dünnen Kaders in der Finalserie.“ Für den infolge von Verletzungen geschrumpften BG-Kader galt es fünf Spiele in zehn Tagen zu absolvieren. Die Vechtaer seien mit mehr Spielern im Kader einfach besser aufgestellt gewesen, so Dischler. Zum anderen hätte man die Saison besser als mit dem vierten Platz abschließen und beispielsweise mit Science City Jena gegen eine leichteren Gegner als den bis dahin ungeschlagenen Hauptrundenersten Rasta Vechta antreten können.

Wer kommt und wer geht

Die fünf Spieler Jeremy Black, Jaivon Harris, Sajmen Hauer, Nils Menck und Rouven Roessler werden der BG auch in der kommenden Saison erhalten bleiben – sie stehen noch für ein weiteres Jahr unter Vertrag. Für den verbleibenden Kader stehen Verhandlungen und Gespräche an. Doch zunächst gilt es die Trainerpersonalie zu klären.

Man wolle keinen Neuzugang verpflichten, bevor nicht klar ist, wer die Mannschaft in der kommenden Saison trainieren werde, so Geschäftsführer Dischler. Um diese Entscheidung treffen zu können, wird die vergangene Saison in den nächsten zwei bis drei Wochen ausführlich analysiert und besprochen werden. Daraus werde man dann entsprechende Konsequenzen ziehen, sagt Dischler.

„Relativ zügig klären“

Daume selbst möchte die Trainerfrage „relativ zügig klären“ und mit der Entscheidung nicht den Sommer abwarten. Aus seiner Sicht bestünde durchaus das Interesse, in Karlsruhe zu bleiben und das Angefangene fortzusetzen. „Es spricht nichts dagegen, es in der nächsten Saison ein bisschen besser zu machen“, sagt der Cheftrainer und spielt auf das Ziel eines Aufstiegs in 2014 an.

Natürlich gäbe es bereits Ideen und Überlegungen zur personellen Ausgestaltung des Teams, so Daume auf die Spielerfrage. „Es ist kein Geheimnis, dass man sich um Michael Stockton bemüht.“ Auch für Matthias Dischler ist ein Bleiben von Stockton „grundsätzlich wünschenswert“, sodass der BG die sechs Leistungsträger mit Hauptspielanteil auch in der kommenden Saison erhalten bleiben würden. „Wir müssen mal sehen, ob wir das hinkriegen“, so Dischler.


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