
Es gibt morgen eine weitere Begegnung der potentiellen Aufsteiger BG Karlsruhe und Rasta Vechta (Foto: Anna Simmgen).
Karlsruhe (cob). “Ich bin nur froh, dass wir das Ding gewonnen haben”, sagt Headcoach Pat Elzie nach der vierten Play-off-Begegnung zwischen seinem Team Rasta Vechta und der BG Karlsruhe am Freitag. Mit 61:72 Punkten mussten sich die Gastgeber in der Europahalle geschlagen geben. Vechta erkämpfte sich nach einem starken Beginn der BG gegen Ende des ersten Viertels die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab. Bei einem Serienstand von 2:2 wird das über Finaleinzug und Aufstieg entscheidende Spiel morgen um 17 Uhr im Rasta-Dome Vechta ausgetragen werden.
Serie der Auswärtssiege: Mannschaften seien “gehemmt”
Die BG konnte lediglich das zweite Viertel mit 11:9 Punkten für sich entscheiden, Viertel eins (28:22), drei (15:13) und vier (20:15) gingen an die Gäste aus Niedersachsen. 2.500 Zuschauer verfolgten das Spiel der BG live in der Europahalle und dürften sich angesichts der gezeigten Leistung zeitweise gefragt haben, wie die BG die Auswärtsspiele in Vechta gewinnen konnte.
Wahrscheinlich seien die Mannschaften bei ihren Heimspielen einfach “gehemmt”, so lautet die Vermutung von Rasta-Trainer Elzie zu der Serie der Auswärtssiege. Er habe so eine ausgeglichene Begegnung in seinen 35 Jahren im Basketball noch nicht erlebt: “Das ist schon etwas Besonderes.”
Für das vierte Halbfinal-Spiel der beiden Mannschaften gab es von Pat Elzie “viel Lob” und “Credit” für das Karlsruher Basketballteam, insbesondere für Michael Stockton und Topscorer Rouven Roessler. Roessler erzielte 20, Stockton 17 Gesamtpunkte im Spiel. Auf den dritten Platz folgt Jaivon Harris mit elf Punkten. Bei Rasta Vechta erzielte Dirk Mädrich mit 17 die meisten Punkte für die Gäste. Jacob Luke Doerksen und Andrew Rudowitz teilen sich mit je zehn Punkten den zweiten Platz.
Nicht gut schneidet die BG bezüglich der Ballverluste ab: Im Gegensatz zu den Gegnern (8), hat sie eine zweistellige Zahl zu verzeichnen (14). Auch bei den Rebounds steht Vechta in der Statistik besser da: 18:11 bei den offensiven, 26:24 bei den defensiven.
Aufstieg in erste Liga entscheidet sich morgen
Für Unmut bei BG-Spielern und den Zuschauern sorgten manche Entscheidungen des Schiedsrichterteams, insbesondere im dritten Viertel hagelte es Pfiffe und Buhrufe von den Zuschauerrängen. Auch diese unterlägen bei der BG:Rasta-Serie ihren eigenen Gesetzen: “Dinge, die normalerweise gepfiffen werden, werden in dieser Serie nicht gepfiffen”, sagt Elzie zu der intensiven Spielbegegnung. Die Schiedsrichter hätten “einen guten Job” gemacht, so der Rasta-Trainer.
Vechta sei “fokussiert und intensiv aufgetreten”, sagt BG-Cheftrainer Torsten Daume. Das Spiel sei ein “Schusswechsel mit offenem Visier” gewesen. Ausschlaggebend für den Sieg war die Kontrolle der Rebounds, so Elzie. Auch Daume sieht die Knackpunkte bei den defensiven Rebounds, hier habe man Schwierigkeiten sich Vechta bezüglich “Länge und Physis” entgegen zu stellen – das habe den Gästen aus Niedersachsen viele leichte Scores dicht am Brett gebracht.
Er selbst sei bis zum Ende des Spiels zuversichtlich gewesen. Insbesondere als gegen Ende des zweiten Viertels und im dritten Viertel nur wenige Punkte Unterschied zwischen den Mannschaften herrschte. Doch dann habe Robert Ferguson ein “sehr gutes Spiel” gemacht, sagt Daume. Jetzt gelte es beim morgigen Spiel den Aufstieg “klar zu machen”.